Verdingbueb

Ein Schauspiel nach dem Drehbuch von Plinio Bachmann
Aufführungsrechte; Bachmann Sommer GmbH
Berndeutsche Übersetzung; Christine Heiniger
Inszenierung; Alex Truffer

Stück

Aus dem Schweizer Spielfilm „Der Verdingbub“ (2011) entstand das Bühnenwerk von Barbara Sommer und Plinio Bachmann, welches am 13. Oktober 2017 im Stadttheater Bern seine Welt-Premiere feierte. Das THEATER TOFFEN fühlt sich geehrt, als erste Amateurbühne die Aufführungsrechte in der Schweiz erhalten zu haben.

Der Spielfilm des Schweizer Regisseurs Markus Imboden war mit über 200‘000 Kinobesuchern der erfolgreichste Schweizer Spielfilm seit „Die Herbstzeitlosen“.

Die Theater-Aufführungen im Stadttheater Bern, unter der Regie von Sabine Boss, waren mehrmals ausverkauft. Ihre Inszenierung wurde zum grossen Publikumserfolg.

Handlung

Die Geschichte spielt anfangs der 1950er Jahre und schildert das Leben der zwei Verdingkinder Max und Berteli. Das Waisenkind Max wird aus einem Kinderheim unter Vermittlung des Dorfpfarrers an die Bauernfamilie Bösiger im Emmental verdingt. Dort nimmt er den Platz eines Verdingbuben ein, der kurz zuvor unter ungeklärten Umständen verstarb. Max muss auf dem wenig ertragreichen Bauernhof hart arbeiten. Nachdem ein weiteres Verdingkind auf dem Hof untergebracht wird, das Mädchen Berteli, kommt es zu grösseren Spannungen in der Familie.

Die Gerstenernte fällt schlecht aus und die Kartoffeln faulen auf dem Acker. Bauer Bösiger verfällt dem Alkohol. Max wird im Anflug von Jähzorn und Frustration immer wieder körperlich misshandelt und muss letztendlich im Schweinestall schlafen. Einzig die Flucht in die Musik und das Spiel auf seiner Handorgel gibt ihm Lebenskraft.

In der Schule fallen der Lehrerin die Spuren der körperlichen Misshandlungen auf. Sie setzt sich beim Gemeindepräsidenten und dem Pfarrer für Max ein, worauf allerdings sein Leben bei der Bauernfamilie nur noch schwieriger wird. Nachdem Max eines Tages im Radio einen gespielten Tango hört, ist er von dieser Musik und dessen Land Argentinien fasziniert.  

Der Bauerssohn Jakob sieht Max als Rivalen und beschimpft und schlägt Max. Nachts dringt er in die Kammer von Berteli ein und vergewaltigt sie regelmässig. Als Berteli schwanger  wird, zwingt die Bäuerin sie, eine Flüssigkeit zu trinken, die zu einer Fehlgeburt in der gleichen Nacht führt. Am nächsten Morgen wird die Leiche des Mädchens in der Jauchegrube des Hofs gefunden.

Bei der Untersuchung beteuert die Bäuerin, nur das Beste für das Mädchen gewollt zu haben, bis der Bauer dem Gemeindepräsidenten die Flasche mit der Aufschrift "Rizinusöl" vor die Füsse schleudert. Dieser riecht an der Flasche und sagt bedeutungsvoll, dass eine Untersuchung der Vorfälle nötig sei.

Max flieht in der nächsten Nacht vom Hof. Der Störmetzger im Dorf, selber ein ehemaliger Verdingbub, gibt ihm zu essen und hört ihm beim Handorgelspielen zu. Die zwanzig Franken, die er Max gibt, reichen für dessen Fahrt nach Basel, von wo aus er auf einem Rheinschiff bis an die Nordsee fährt. Dort heuert er auf einem Schiff an, das ihn nach Argentinien und zur Tango Musik bringen soll. In Gedanken für immer bei ihm – Berteli

 

Aufführungsdaten

Premiere:
April; Do 16.

Weitere Vorstellungen:
April; Fr 17. / Sa 18. / Mi 22. / Fr 24. / Sa 25. / So 26. / Mi 29.
Mai;   Fr 01. / Sa 02. / Mi 06. / Fr 08. / Sa 09. / So 10. / Mi 13. / Fr 15.

 

Aufführungsort 

Kulturzentrum „Hang“ Bahnhofstrasse 10, 3125 Toffen

 

Ticketverkauf

Ab 9. März 2020 theater-toffen.ch (print@home oder zugeschickt) oder telefonisch 0900 320 320 (CHF. 1.-/Min. Mo-Fr Bürozeiten)